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Wenn Brot, dann so.

von | Okt 20, 2019 | Blog | 0 Kommentare

Das deutsche Brot wurde 2014 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und wenn ich ganz ehrlich bin, dann liebe ich kaum etwas mehr, als ein frisches, warmes Brot mit guter Butter. Und trotzdem ist Brot bei uns kein Grundnahrungsmittel, sondern wird nur in geringen Mengen genossen und dafür gibt es viele Gründe.

Frühstück und Abendessen, die klassichen Brotzeiten der Deutschen.

Schaue ich auf meine ersten 30 Lebensjahre zurück, dann spielte Brot eine sehr große Rolle in meiner Ernährung. Brot bzw. Getreide. Morgens gab es Brot oder Müsli. In der Schule war das klassische Pausenbrot dabei und abends hab es dann eine Brotzeit.

Solange ich viel Sport gemacht habe, haben mir die vielen Kohlenhydrate, mit oft sehr hohem glykämischen Index nichts gemacht. Zumindest nicht im Bezug auf mein Gewicht.

Allerdings wurde mein Heuschnupfen, den ich seit meinem ca. 13. Lebensjahr hatte, immer intensiver. Doch ich erkannte hier lange nicht den Zusammenhang zu meinem Getreidekonsum. Als ich verstand, dass meine Darmgesundheit, unter anderem aufgrund meines hohe Getreidekonsums, ordentlich durcheinander geraten war, verzichtet ich eine ganze Weile zu 100% auf Getreide. Ich verlor meine überschüssigen Kilos und verabschiedete mich von meinem Heuschnupfen.

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Gibt es nun bei uns nun nie mehr Brot?

Ich bin kein Freund von dogamtischen Ansichten und Lebensweisen. Sie passen nicht zu mir, denn ich fühle mich durch zu starre Sichtweisen viel zu sehr in meinem Leben eingeschränkt. 

Doch meine eigenen Erfahrungen aufgrund des zeitlich begrenzten, vollständigen Verzicht auf Getreide, haben in unserer Familie dazu geführt, dass wir viel, viel weniger Getreide konsumieren, als andere Familie. Und damit gibt es bei uns auch weniger Brot. 

    Getreide liefert Substanzen, die uns krank machen können. Doch wenn wir beim Backvorgang mit Hilfe von Backtriebmitteln dann noch den Turbogang einlegen, ist eine gesundheitsschädigende Wirkung fast schon garantiert.

    Du fühlst dich ausgebrannt, mehr krank als gesund und bist ständig müde und gereizt? Du wünschst dir jedoch einen energievollen und gesunden Lebensstil, dann bewirb dich auf ei kostenloses Beratungsgespräch und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dir helfen kann.

    Wie alles Gute im Leben, braucht auch Brot seine Zeit.

    Jede Pflanze hat ihr ganz eigenes Verteidigungssystem gegenüber Fressfeinden. So auch Getreidepflanzen und bei ihnen ist es sogar besonders gut ausgeklügelt. Denn sie liefern Substanzen, die dafür sorgen, dass die Verdauung schlechter läuft, Entzündungen entstehen und eine nahezu unversehrte Ausscheidung ermöglicht wird. Dieses Verteidigungssystem bekommen wir dann am meisten zu spüren, wenn wir schnell verarbeitetes Getreide konsumieren. Und da 2 von 3 Broten in Deutschland mit sogenannten Backtreibmitteln hergestellt werden, ist es auch wirklich kein Wunder, dass uns unser Brot immer schlechter bekommt. 

    Lange Gärzeiten machen für uns Brot bekömmlicher, so dass ich jedem empfehle immer auf ein herkömmlich hergestelltes Sauerteigbrot zurück zu greifen. Wenn es schon Brot geben soll.

     

    Familienbrot selber machen

    Unser Familienbrot backe ich gleich mehrfach und friere es dann portionsweise ein.  Brot selbst zu backen, kostet zwar Zeit und passt damit nicht wirklich in die Kategorie „Schnelle Familienküche“, doch mir geht es dabei darum, genau zu wissen, was im Brot drin ist.

    Schneller geht es natürlich, wenn du einen Bäcker in deiner Nähe aufsuchst, der noch nach alten Rezepten ursprüngliche Sauerteigbrote backt.

    Einen solchen haben wir auch in unserer Nähe. Habe ich keine Lust selbst zu backen, dann bestelle ich mein Wunschbrot in einer größeren Stückzahl und friere dieses dann ebenfalls portionsweise ein. 

     

    Zu einem gesunden Lebensstil gehört mehr, als eine gute Ernährung. Als Komplementärcoach für Familiengesundheit führe ich berufstätige Mütter in ihre volle Energie und Gesundheit, ohne ständig müde und gereizt zu sein.

    Klingt das für dich interessant? Dann bewirb dich auf ein kostenloses Beratungsgespräch mit mir.

    Backen gehört zur Handwerkskunst und in dieser Dokumetation erfährst du, warum das so ist. Die wichtigste Zutat für bekömmliches Brot ist Zeit.

    Alle guten Dinge brauchen Zeit. Auch nachhaltige Gesundheit. Darum begleite ich berufstätige Mütter, die ihre Gesundheit endlich selbst in die Hand nehmen möchten auch nur über einen längerfristigen Zeitraum. Wir setzen uns dann gemeinsam füreinander ein.

    So ist der Erfolg garantiert.

    Roggensauerteigbrot

    Zutaten für ein Brot

    100 g Anstellgut
    150 g Roggenmehl Typ 815
    150 ml Wasser, lauwarm
    550g Roggenmehl Typ 815
    300 ml Wasser, lauwarm
    20g Salz
    3 EL Olivenöl
    150g Kürbiskerne, Leinsamen, Sonnenblumenkerne in einer Tasse kochendem Wasser einweichen
    3 EL Flohsamenschalen

    Zubereitung

    Das Anstellgut mit 150g Roggenmehl und 150ml lauwarmes Wasser mischen und für 18 Stunden gehen lassen. Kürbiskerne, Leinsamen und Sonnenblumenkerne die gleiche Zeit einweichen.

    Den Sauerteig mit dem restlichen Mehl und Wasser mischen. Ich verwende hierfür eine Küchenmaschine. Salz und Olivenöl dazugeben. Die Samen abgießen und zum Teig geben. Alles nochmals gut durchkneten und mit einem feuchten Küchentuch abgedeckt nochmals für 1 Stunde gehen lassen.

    Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, gut durchkneten und damit die Flohsamenschalen mit unterkneten und nochmals 45 Minuten gehen lassen.

    Heize den Backofen auf 250°C vor. Stürze Brot auf ein Backblech und schneide es oben leicht mit einem Kreuz ein. Teig etwas mit Wasser befeuchten und dann 10 Minuten backen. Reduziere die Temperatur auf 190°C und backe das Roggensauerteigbrot noch weitere 45 Minuten.

     

     

    Brot bis zum Kindergarten uninteressant.

    Bis zu einem gewissen Alter beeindruckte unsere Kinder nicht wirklich das Essverhalten von anderen, so dass wir anfangs in den Kindergarten ohne Probleme Nüsse, hartgekochte Eier, ja sogar Trockenfisch mit viel Rohkost und Obst mitgegeben konnten.

    Das änderte ich ungefähr mit dem 5. Lebensjahr. Immer öfter hörten wir die Frage „Wenn alle Brot essen, kann es doch nicht so schlimm sein, oder?“

    Da wir Menschen auf unterschiedlichen Ebenen Stress empfinden können und ein „Mangel an Zugehörigkeit“ ein sehr großer Stressor ist, entschieden mein Mann und ich, dass unsere Kinder nun auch Brot in den Kindergarten bzw. in die Schule mitnehmen können.

    Doch es musste das verträglichste Brot sein und das ist für uns ein Roggensauerteigbrot. Hier eine hilfreicher Link der Bäckerinnung zum Thema Sauerteig: 

    www.innungsbaecker.de/sauerteig/

      Viel mehr als Brot liebe ich heute Kokosjoghurt, Obst und Nüsse für eine perfekte 1. Mahzeit.

      Gerne gibt es zu meiner 1. Mahlzeit auch einen gemischten Salat. Heute bin ich nicht mehr gewohnheitsgemäß festgelegt, sondern esse das, worauf ich Hunger habe.

      Mehr Bekömmlichkeit dank Fermentation.

      Sauerteig entsteht durch Fermentation und diese macht das Brot für unseren Körper wesentlich bekömmlicher.

      Zusätzlich enthält das Getreide Roggen mit die geringste Menge Gluten.

      Keiner von unserer Familie reagiert wirklich empfindlich auf zwei Scheiben Brot am Tag. Und genau diese Menge haben unsere Kinder mit in der Schule.

       

      Interessante Erfahrung als Eltern.

      Eine interessante Erfahrung für uns als Eltern war zum Beispiel die Teilnahme unserer beiden Großen an einem Zeltlager in den Sommerferien.Zum ersten Mal haben Anna und Simon für zehn Tage an einem anderen Ort geschlafen und gegessen. Unser erstes gemeinsames Essen war ein Abendessen. Beide schaufelten sich regelrecht das Gemüse rein und sagten: „Boah, es gab jeden Abend Brot zum Essen. Mama, Brot!!! Was ist denn das für ein Abendessen?“Mein Mann und ich mussten herzlich lachen. Unseren Kindern ist der Begriff Abendbrot, der natürlich auf eine weit verbreitete Tradition begründet ist, nicht in diesem Sinne bekannt. Und scheinbar war es ihnen auch zu langweilig und wenig schmackhaft, was mein Mutterherz natürlich sehr gefreut hat.

      Und mal wieder zeigte mir mein Leben, dass der mittlere und nicht dogmatische Weg wirklich der entspannteste ist. Es braucht nur ein gutes Körpergefühl und Vertrauen.

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