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Perfektionismus hemmt deine Körpersprache.

von | Okt 7, 2019 | Blog | 1 Kommentar

Menschen, die immer alles perfekt machen möchten, laufen Gefahr eine einsilbigere und weniger zielführende Körpersprache zu pflegen. Ich weiß, wovon ich hier rede. Denn in mir steckt eine waschechte Perfektionistin, die sich schrittweise, genau diese Unsicherheit abgewöhnt. Die beiden Körpersprachenseminare mit Stefan Verra haben mir hier enorm geholfen.

Drei intensive Tage mit Körpersprachenexperte Stefan Verra machen Spaß und Stress.

Donnerstag, den 03.10.2019. Ich sitze in der Bahn Richtung Düsseldorf und freue mich auf mein dreitägiges Körpersprachenseminar mit Experte Stefan Verra. Bereits im Januar durfte ich zwei Tage mit ihm erleben und eine Menge lernen. 

Jeder Körper spricht. Ob bewusst oder unbewusst. Ob vorteilhaft oder unvorteilhaft. Das Thema Körpersprache betrifft jeden. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Investition in Körperspracheseminare für jeden relevant ist, der sich persönliches Wachstum wünscht. Insbesondere, wenn es so gute sind, wie die von Stefan Verra.

Ich spüre in mir zum Beispiel sehr viele verschiedene Qualitäten und auch Stärken, die gepaart mit einer hohen Selbstkritik und gelegentlichen Unsicherheit, eher dazu führen, dass ich versuche lieber alles richtig zu machen, als einfach intuitiv aus mir heraus zu agieren. 

Doch genau das bereitet mir Stress. Denn ich falle in meine eigenen Perfektionismusfalle und werde dann in meiner Wirkung und Ausdrucksweise sehr einfältig und eindimensional.

Heute weiß ich, dass mein Gegenüber kaum eine andere Wahl hat, als mich gelegentlich als arrogant einzuschätzen. Das bin ich beim besten Willen nicht, doch ich wirkte oft so. Es ist meine Verantwortung, mir genau dieser Wirkung bewusst zu sein und sie zu ändern, wenn ich so wahrgenommen werden möchte, wie ich wirklich bin.

 

Die Vorbereitung war schon eine Herausforderung.

Auf dem Weg zum Körpersprachenseminar mit Stefan Verra habe ich meine Aufgaben mit im Gepäck. Wir sollten eine kleine Präsentation vorbereiten und die dazu passende Kleidung. Da ich dazu neige, möglichst immer alles richtig machen zu wollen, war ich bereits mit diesen beiden Aufgaben schon herausgefordert. 

Worüber sollte ich denn reden, wenn ich nur wenige Minuten Zeit haben werde? Ich entschied mich, über mich selbst zu reden. Denn 1. ging es nicht darum fachlich zu glänzen, sondern an seiner eigenen Körpersprache zu arbeiten und 2. wollte ich die drei Tage wirklich nutzen, um ganz bewusst meine Komfortzone zu verlassen. Das bereitete mir zwar noch mehr Stress, doch ich wusste, dass hier meine ganz persönliche Chance liegt, über mich hinaus wachsen zu dürfen.

    Raus aus der Komfortzone, rein ins Vergnügen.

    Unter dieses Motto stellte ich nun also die drei Seminartage und Stefan Verra gab uns direkt am ersten Tag die Chance unsere Komfortzonen verlassen zu dürfen.  Denn entgegen der vorherigen Angabe fand nicht am zweiten, sondern gleich am ersten Tag die Präsentation statt. 

    Da ich mein vorbereitetes Thema aber noch nicht präsentieren wollte, überlegt ich eben komplett neu. Was könnte ich über mich erzählen, ohne meine vorbereitetet Präsentation zu nutzen? Ganz im Gegenteil. Ich würde sie sogar gerne schon mit einleiten.

    Ich entschied mich für meinen eigenen Konflikt zwischen meinen Rollen Mutter und Therapeutin zu sein. Es ist für mich nicht immer leicht, bei meinen Kindern gelassen zu bleiben und ein gutes Gefühl für den mittleren Weg zu bekommen. Dafür brauche ich gute Vorbilder, ich nenne sie meine Meister und von ihnen berichtete ich in meinem ersten Minivortrag.

    Bitte, was ist eine Seescheide?

    Wenn du meine 1. Präsentation gesehen hast, hast du dich vielleicht gefragt: „Was ist eine Seescheide?“

    Mein Seminarkollege Stephan hatte in seiner Präsentation über die Seescheide berichtet und ich konnte diese Metapher wirklich gut gebrauchen, so dass ich sie auch gleich mit eingebaut habe.

    Seescheiden sind kleine Meerestiere (Manteltiere), die so lange im Meer herumschwimmen, bis sie den für sich perfekten Lebensraum gefunden haben. Dort wachsen sie dann fest, bewegen sich nicht mehr vom Fleck und verdauen ihr eigenes Gehirn.

    Und genau davon könnte ich mir hin und wieder eine Scheibe abschneiden. Denn während ich alles bis ins kleinste Detail versuche zu durchdenken, überleben Menschen mit den Fähigkeiten der Seescheide auch ganz wunderbar. Mein Fazit für mich: „Verena, einfach mal öfter das Gehirn ausschalten und dich mit Mittelmaß zufrieden geben.“

     

     Selbst 75cm Kleiderschrank können vieles sichtbar machen. 

    Neben der Aufgabe eine kurze Präsentation vorzubereiten, sollten wir uns nun auch noch so kleiden, wie wir uns „normalerweise“ bei einem Vortrag anziehen würden. 

    Eine an sich sehr banale Aufgabe, die bei mir jedoch wieder meine verschiedenen inneren Meinungen und Rollen sichtbar machte.

    Seit dem ich Mutter bin, wurde meine eh sehr pragmatische Ader deutlich verstärkt. Ich komme schon sehr lange mit einem 75cm breiten Kleiderschrank aus und bin echt der Meinung, dass hier immer noch viel zu viel drin ist, denn ich trage bestimmt nur die Hälfte meiner Kleidung regelmäßig.

    Als Coach und Frau bin ich allerdings auch sensibel für die „Erlaubnis“ Kleidung einkaufen zu dürfen. Und die haben wir von Stefan Verra eindeutig bekommen. 😉 Also trafen wieder zwei sehr entgegengesetzte Ansichten aufeinander, die statt einen Konsens zu finden, erst einmal in einen hitzige Debatte verfielen.  

     

    Mein persönlicher Anker hält mich immer in der Spur.

     

    Kennst du das auch? Du musst eine Entscheidung treffen? Und wägst dann alle Möglichkeiten ab? Denkst jedes Szenario sehr konkret durch? Meinungen anderer Personen fließen auch noch gleich mit ein und dein Chaos ist perfekt?

    In genau solchen Situationen … und glaube mir, ich stecke in ihnen öfter, als es mir manchmal lieb ist 😆 … schaue ich auf meinen eigenen ganz persönlichen Anker.

    Mein Anker bringt mein schwankendes Schiff wieder zur Ruhe und schenkt mir Raum mich wieder ganz nach mir selbst auszurichten.

      Verbundenheit schaffen

      • Was ist der Sinn meines Lebens?
      • Erfüllt die jeweilige Situation den Sinn meines Lebens?
      • Und kann ich meinen Sinn so leben, dass er meine Liebsten und mich ernährt?

      Diese drei Fragen stehen für meinen persönlichen Anker. Und immer wenn diese Fragen bei mir mit „Ja.“ beantwortet sind, weiß ich, dass ich auf dem für mich richtigen Weg bin und das sich alles gut fügen wird. 

       Mein persönlicher Lebenssinn lautet „Verbundenheit schaffen“. Als Coach schaffe ich die Verbundenheit zu deiner Natur, zu deiner Gesundheit und damit zu dir selbst.  Und als Mutter bin ich bemüht, die Verbundenheit unserer Kinder stetig zu stärken. Denn ich glaube fest daran, dass Kinder sehr stark verbunden auf diese Welt kommen und diese nur verlieren, weil sie in ein System von Bewertungen und mangelndem Vertrauen geraten. Hier möchte ich sie spüren lassen, dass sie genau so, wie sie sind, gut sind.

      Die drei Tage in Düsseldorf waren intensiv. Doch sie haben auch eines ganz deutlich geschaffen … VERBUNDENHEIT. Ich danke jedem, der seinen Teil zu diesem Gefühl beigetragen hat. 😘

       

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